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Was wir fördern und wohin euer Geld geht

Fördergelder

Zum Selbstverständnis solidarischen Handels gehört die direkte Unterstützung von Kooperativen und sozialen Bewegungen. Zu diesem Zweck sind in unserem Kaffeepreis Fördermittel enthalten, die wir gemäß den Förderkriterien unserer Genossenschaft vergeben. Im Regelfall 0,40 Euro pro kg. Bei speziellen Extra-Solidaritätskaffeesorten kann dieser Anteil bis zu 2,40 Euro pro kg steigen.

Café Libertad Kollektiv erwirtschaftet als Genossenschaft keine privatwirtschaftlichen Gewinne (entstehende Überschüsse fließen in die genossenschaftlichen Rücklagen) stattdessen werden ca. 60.000,- Euro an fest einkalkulierten und beworbenen Fördermitteln ausgeschüttet, die durch die Solidarität, von allen, die unseren Kaffee trinken, möglich gemacht wird.

Der größte Teil dieser Fördermittel dient dem Aufbau und der Autonomie der zapatistischen Gemeinden und der Unterstützung von Kaffeekooperativen. Wir unterstützen aber auch Projekte in anderen Ländern oder soziale Proteste, transnationale Camps und Bewegungen hier vor Ort mit Kleinförderungen.

Unterstüzt wurde in der Vergangenheit der Aufbau von Kliniken, Schulen, Gemeinschaftsgebäuden oder Maschinen zur Kaffeeverarbeitung für die Kooperativen. In Honduras haben wir die Arbeit der indigenen Organisation COPINH für die Rechte der indigenen Bevölkerung oder der Transgender-Organisation Arcoiris unterstützt. Wir haben zudem den Aufbau neuer Kollektive und die Entwicklung solidarischer Ökonomie gefördert, z.B. das CACITA-Projekt in Oaxaca/Mexiko, die besetzte Viome Fabrik in Griechenland, das Medienkollektiv Synapsis aus Chile oder soziale Zentren auf den Philippinen. Weitere Mitteln gingen an Streikende und von Repressionen Betroffene, an Selbsthilfeorganisationen von migrantischen Sexarbeiter*innen und HIV-Positiven in Athen sowie LGBTI* Organisationen in Mittel und Südamerika.

Migration ist für uns ein immer wichtigeres Thema im Zusammenhang der globalen Frage um solidarische Formen der Ökonomie. Mehrere tausend Euro haben wir daher in den letzten Jahren als Soforthilfe für die Selbstorganisation von Geflüchtete zur Verfügung gestellt. Mit dem Geld wurden Aktivist*innen vor Ort unterstützt, darüberhinaus sauberes Wasser, Babynahrung, Schlafsäcke oder Zelte bereitgestellt.

Viele Förderungen sind als Kleinförderungen aus dem Störtebeker Fond z.B. an Mädchentreffs, Protest-Camps oder antifaschistische und antirassistische Gruppen gegangen. Außerdem haben wir verschiedene politische Kultur- und Medienprojekte, wie eine Zeitung gegen Gentechnik, eine Broschüre über Roma-Jugendliche, die Zeitung Contraste, anarchistische Buchmessen oder libertäre Selbstverlage unterstützt.

Gemeinsam mit Fans des FC St. Pauli und stadtpolitischen Aktivist*innen ist mit "St. Pauli Roar" ein Solidaritäts-Espresso zur Unterstützung antirassistischer Projekte und der „Recht auf Stadt“-Bewegung entstanden. Die Fördergelder, die an Projekte über den Stadtteil St. Pauli und Hamburg hinaus gehen, werden von der Gruppe autonom vergeben und von Café Libertad Kollektiv lediglich verwaltet.

 

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Aktuell

Damit die Ankerzentren fallen und die Rettungsschiffe wieder auslaufen: Direkte Unterstützung für Geflüchtete und die »Welcome United« Parade.

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Dokumentation

Hier findet ihr eine Auflistung der vergebenen Fördermittel aus früheren Jahren. » weiter

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Unsere Förderkritierien

Ihr kennt ein Projekt in Chiapas? Hier erfahrt ihr, wie ihr Anträge stellen könnt und was zu unseren Förderzwecken gehört.

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